Integrated Development Environment
Eine Integrated Development Environment (IDE) – zu deutsch Integrierte Entwicklungsumgebung – ist eine Software, die verschiedene zur Entwicklung von Programmen notwendige Tools in einem Paket vereint. IDEs bieten Unterstützung beim Schreiben von Programmen, beim Übersetzen in Maschinensprache sowie beim anschließenden Ausführen und Fehlersuchen. Sie unterstützen zudem oft die Verwendung von VersionskontrollsystemenEin Versionskontrollsystem ist ein Programm, das zur Versionierung von Dateien genutzt wird. Jeder Änderungsstand eines Dokuments stellt dabei eine Version dar. Ein Versionskontrollsystem wird oft zur Verwaltung von Programmcodes eingesetzt, ist aber nicht darauf beschränkt. Jede Art von Dateien kann versioniert werden, dies funktioniert allerdings besonders gut bei Textdateien, da sich dort die Veränderungen zwischen zwei Versionen auch ohne Kenntnisse über das Dateiformat erkennen lassen. Durch Versionierung lassen sich vorhergehende Stände wiederherstellen. Es können zusätzlich abweichende Änderungen zusammengeführt werden, die durch kollaboratives Arbeiten entstanden sind. Zurzeit ist die Software git das dominierende Versionskontrollsystem. Sie ist integraler Bestand von Softwareentwicklungsplattformen wie GitHub und GitLab. Ein mittels git versioniertes Projekt kann also leicht über diese Plattformen zugänglich gemacht werden. Weiterlesen direkt aus der IDE heraus. Der konkrete Funktionsumfang ist von IDE zu IDE verschieden, so unterstützen manche nur eine Programmiersprache, während andere ein möglichst breites Spektrum unterschiedlicher Sprachen abdecken.
Zitierweise
Benz, Jacob. 2026. „Integrated Development Environment“. HISTOFOX. Das Informations-, Lern- und Lehrportal für Datenkompetenzen in den historisch arbeitenden Disziplinen. NFDI4Memory und Freie Universität Berlin. https://histofox.4memory-dataliteracy.de/glossar/integrated-development-environment/
