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GlossareintragReadMe-Datei

ReadMe-Datei

ReadMe-Dateien (oft auch Readme geschrieben) im Kontext von Systemen oder Projekten enthalten überblicksartige Informationen zum jeweiligen System, Projekt o. ä., damit die Nutzenden sich schneller zurechtfinden. ReadMe-Dateien dokumentieren die grundlegenden Eigenschaften, z. B. wozu das jeweilige System oder Projekt genutzt werden kann und wo eine weiterführende Dokumentation zu finden ist. Welche konkreten Inhalte in einer ReadMe-Datei enthalten sind, hängt stark vom jeweiligen Einsatzzweck und dem antizipierten Rezipientenkreis ab, also auch, ob diese für die Öffentlichkeit bestimmt sind oder interne Projekte dokumentieren.

ReadMe-Dateien im Kontext von Forschungsdaten enthalten Informationen über Forschungsdaten, Forschungsdatensätze oder Forschungsdatensammlungen in kompakter und strukturierter Form. ReadMe-Dateien können als Begleitdokumente zu Forschungsdaten veröffentlicht oder zur Dokumentation der strukturierten Speicherung von Forschungsdaten am Ende eines Projekts verwendet werden (z. B. auf einem Institutsserver oder Repositorium'Ein Repositorium bildet einen Ort der Aufbewahrung wissenschaftlicher Dokumente. In Online-Repositorien werden Publikationen digital gespeichert, verwaltet und mit persistenten Identifikatoren versehen. Die Katalogisierung vereinfacht die Suche und Nutzung von Publikationen und Autor*innen. In den meisten Fällen sind Dokumente in Online-Repositorien uneingeschränkt und offen zugänglich (Open Access).' (Data Affairs, Glossar) Weiterlesen zur ArchivierungArchivierung meint das Aufbewahren und Zugänglichmachen von Forschungsdaten und -materialien. Das Ziel der Archivierung ist es, den Zugang zu Forschungsdaten über einen längeren Zeitraum hinweg zu ermöglichen. So können zum einen archivierte Forschungsdaten durch Dritte für eigene Forschungsfragen als Sekundärdaten nachgenutzt werden. Zum anderen bleiben Forschungsverläufe so nachprüfbar und nachvollziehbar. Daneben gibt es auch die Langzeitarchivierung (LZA), welche die langfristige Nutzbarkeit über einen nicht definierten Zeitraum hinweg sicherstellen soll. Die LZA zielt auf Erhalt der Authentizität, Integrität, Zugänglichkeit und Verständlichkeit von Daten ab. Weiterlesen). ReadMe-Dateien sammeln zentrale Metadaten'Metadaten sind Beschreibungen von Forschungsdaten (Daten über Daten) und geben inhaltliche und strukturierte Informationen zum Forschungskontext, dem methodischen und analytischen Verfahren, sowie über das jeweilige Forschungsteam, das die Daten generiert. Sie lassen sich unterscheiden in bibliographische, administrative, prozessuale und deskriptive Metadaten und werden beispielsweise in Form von Templates, ReadMe-Dateien oder Data Curation Profiles verfasst. Metadaten werden begleitend zu den Forschungsdaten selbst publiziert und gelten insbesondere in Online-Repositorien und Forschungsdatenzentren als unverzichtbar für das Nachvollziehen und Verstehen von Datensätzen durch Dritte. Auch erleichtern Metadaten die Auffindbarkeit und Maschinenlesbarkeit von Daten und sind somit Teil der FAIR-Prinzipien und der guten wissenschaftlichen Praxis.' (Data Affairs, Glossar) Weiterlesen über das Projekt, in dem die Daten entstanden sind (wie Projektname, beteiligte Personen, Finanzierung), geben Auskunft über Ordnerstrukturen, Abkürzungen und Normdaten'Normdaten bilden Identifikationen und standardisierte normierte Datensätze in Form von eindeutigen Nummern, anhand derer Personen, Werke, Institutionen, Forschungsförderer, Körperschaften oder Schlagwörter eindeutig beschrieben und zuordenbar werden. Eine fälschliche oder doppelte Zuordnung entfällt durch diese normierten Daten. Insbesondere in Katalogen und Datenbanken können durch Normdaten Informationen zu bestimmten Entitäten vereinfacht herausgefunden werden, wodurch eine digitale Vernetzung und Auffindbarkeit zwischen Projekten stattfinden kann. Weiterlesen und halten Änderungen und Versionierungen'Versionierung bedeutet die Erfassung aller Veränderungen von Forschungsdaten während des Arbeitsprozesses. Es empfiehlt sich bei jeder Datenanpassung eine neue Version dieser zu speichern, um die Veränderung nachvollziehbar kenntlich zu machen. Dafür können manuelle Maßnahmen wie Versionierungsschemata (z. B. durch Nummerierung: Version 1.3.2.) ergriffen, oder Versionierungssoftware wie Git verwendet werden. Versioniert wird während des Forschungsprozesses selbst, aber auch bei bereits veröffentlichten Forschungsdaten ist eine Versionierung im Nachhinein möglich, um nachnutzenden Dritten die korrekte Version der Forschungsdaten zur Verfügung zu stellen.' (Data Affairs, Glossar) Weiterlesen von Forschungsdaten fest (Forschungsdaten.info 2026).

ReadMe-Dateien sind oft als einfache Textdateien oder im MarkdownMarkdown ist eine Auszeichnungssprache für Text. Es können grundlegende Formatierungen wie Überschriften, Aufzählungen, Tabellen etc. ausgezeichnet werden. Ziel von Markdown ist es, leicht les- und erstellbar zu sein. Softwareentwicklungsplattformen wie GitHub oder GitLab nutzen Markdown beispielsweise für die Formatierung von ReadMe-Dateien und Projekt-Wikis. Ein mit Markdown ausgezeichnetes Beispiel... Weiterlesen-Format abgelegt. Prinzipiell können ReadMe-Dateien in jedem beliebigen Format abgelegt werden. Da sie jedoch die erste Anlaufstelle für Informationen über ein Projekt sind, sollten sie möglichst keine spezielle Software zum Öffnen benötigen und unter jedem Betriebssystem gelesen werden können, wozu reine Textdateien am besten geeignet sind. Markdown ist ein Format, das ebenfalls reine Textdateien erzeugt, welches jedoch Steuerzeichen wie bspw. das Rautensymbol enthält, um z. B. Überschriften auszuzeichnen. Da viele Plattformen zum Verwalten von (Software)projekten wie bspw. GitLab oder GitHub das Anzeigen von so formatierten Textdateien unterstützen, hat sich Markdown als ein de facto Standard für ReadMe-Dateien etabliert. Vorteilhaft ist dabei, dass es sich weiterhin um reine Textdateien handelt, deren Inhalt auch ohne Verarbeiten der Markdown-Elemente verstanden werden kann.

Literatur und Quellenangaben

Zitierweise

HISTOFOX. 2026. „ReadMe-Datei“. HISTOFOX. Das Informations-, Lern- und Lehrportal für Datenkompetenzen in den historisch arbeitenden Disziplinen. NFDI4Memory und Freie Universität Berlin. https://histofox.4memory-dataliteracy.de/glossar/readme-datei/