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AbschnittEinführung: Archivierung

Einführung: Archivierung

Das Stichwort „Archivierung“ ist untrennbar mit dem Bild des Archivs verknüpft. Gerade für Forschende aus historisch arbeitenden Disziplinen ist der Begriff Archiv zudem mit einer Vielzahl an weiteren Gedanken verbunden, von Findbüchern über den physischen Aufenthalt im Gebäude des Archivs bis hin zur Unterstützung bei der Arbeit durch die Fachexpertise von Archivar*innen. Hinzugekommen ist mittlerweile auch der digitale Zugriff auf Archivgut, verbunden mit der Frage, wie genuin digitale Quellen – z. B. Webseiten, digitale Akten – zukunftsfähig archiviert werden können. 

Im Kontext des Forschungsdatenmanagements ist der Begriff jedoch etwas anders konnotiert. Hier steht die Aufbewahrung digitaler bzw. digitalisierter Forschungsdaten im Fokus. Die zu archivierenden Daten werden durch die Projekte selbstständig ausgewählt und mit den notwendigen Metadaten'Metadaten sind Beschreibungen von Forschungsdaten (Daten über Daten) und geben inhaltliche und strukturierte Informationen zum Forschungskontext, dem methodischen und analytischen Verfahren, sowie über das jeweilige Forschungsteam, das die Daten generiert. Sie lassen sich unterscheiden in bibliographische, administrative, prozessuale und deskriptive Metadaten und werden beispielsweise in Form von Templates, ReadMe-Dateien oder Data Curation Profiles verfasst. Metadaten werden begleitend zu den Forschungsdaten selbst publiziert und gelten insbesondere in Online-Repositorien und Forschungsdatenzentren als unverzichtbar für das Nachvollziehen und Verstehen von Datensätzen durch Dritte. Auch erleichtern Metadaten die Auffindbarkeit und Maschinenlesbarkeit von Daten und sind somit Teil der FAIR-Prinzipien und der guten wissenschaftlichen Praxis.' (Data Affairs, Glossar) Weiterlesen versehen. Die Aufbewahrungsfrist ist dabei z. B. durch institutionelle Regeln vorgegeben und beträgt oft zehn Jahre, wie in den Richtlinien der DFG zur guten wissenschaftlichen Praxis'Die gute wissenschaftliche Praxis (GWP) bildet einen standardisierten Kodex, der als Regelwerk in den Leitlinien der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) verankert ist. Die Leitlinien verweisen auf die ethische Verpflichtung jedes/jeder Forschenden, verantwortungsvoll, ehrlich und respektvoll vorzugehen, auch um das allgemeine Vertrauen in Forschung und Wissenschaft zu stärken. Sie können als Orientierung im Rahmen wissenschaftlicher Arbeitsprozesse geltend gemacht werden.' (Data Affairs, Glossar) Weiterlesen gefordert (Deutsche Forschungsgemeinschaft 2022, 22). Zu beachten ist ebenfalls, dass beispielsweise bestimmte Zugriffsbeschränkungen'In Archiven oder Repositorien regeln Zugriffsrechte, welche Personen in welchem Umfang Zugang und Einsicht in Datenmaterial zur Nachnutzung bekommen. I. d. R. wird unterschieden zwischen einem Weiterlesen eingehalten werden.

Literatur

Nachweise in Data Affairs

Artikel

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Lerneinheit

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