FuD
Inhaltsverzeichnis
Übersicht
FuD ist eine modulare virtuelle Forschungsumgebung für die Geistes- und Sozialwissenschaften. Sie bildet den gesamten Forschungsprozess ab, ermöglicht orts- und zeitunabhängiges kollaboratives Arbeiten und erleichtert durch ein differenziertes Rechtemanagement den Datenaustausch. FuD eignet sich gleichermaßen für große Verbünde wie für kleinere Projekte.
Methoden und Arbeitstechniken
Textanalyse, Annotation, Inhaltsanalyse, Netzwerkanalyse
Anwendungsbeispiele
Eine Auswahl an Projekten, die mit der Software FuD umgesetzt wurden. Diese bieten einen Überblick über diverse Anwendungsbereiche:
- Die Korrespondenz der Constance de Salm (1767-1845)
- Demko – Demokratie kommunal
- Biografieportal Sachsen-Anhalt
Eine Übersicht über alle mit FuD umgesetzten Forschungsprojekte findet sich hier.
Steckbrief
- Systemanforderungen: Client: Windows/macOS, Server: Linux
- Stand der Entwicklung: im Regelbetrieb
- Herausgeber: Servicezentrum eSciences, Universität Trier
- Lizenz: Open Source
- Kosten: für Mitglieder der Universität Trier kostenlos, für externe kostenpflichtig (projektspezifische Angebote)
- Weblink: fud.uni-trier.de
- Im- und Export:
- Import: CSV, XML
- Export: CSV, TEI, JSON
- Sprachen: deutsch, englisch
Eigenschaften
1. Für welche Methoden/Arbeitsschritte kann das Tool eingesetzt werden?
FuD ist vielseitig einsetzbar für die unterschiedlichsten Projektziele und deren Workflows. Es wurden bereits Personendatenbanken aufgebaut, digitale Werkausgaben sowie Quellen- und Regesteneditionen (print & online) erstellt, Archivbestände erschlossen und kollaborativ Materialsammlungen gepflegt, Diskursanalysen durchgeführt und Netzwerke analysiert.
2. Welche Funktionalitäten bietet das Tool und wie zuverlässig ist es?
Das Tool bietet eine Vielzahl an Funktionalitäten, die eine präzise und strukturierte Arbeit ermöglichen. Zentrale Bestandteile sind anpassbare Inventarisierungsmasken, über die Metadaten flexibel und projektspezifisch erfasst werden können. Bei der Eingabe von Orten, Personen, Schlagwörtern und weiteren Entitäten lassen sich zudem einheitliche Vokabulare'Ein kontrolliertes Vokabular ist eine Sammlung von Begriffen in einem bestimmten Kontext, das nach festgelegten Regeln erstellt wird, um Eindeutigkeit zu gewährleisten. Kontrollierte Vokabulare reichen von einfachen Wortlisten wie Normdaten bis zu komplexeren strukturierten Vokabularen wie Taxonomien, Klassifikationen und Thesauri.' (Petersen et al. 2025, 7) Weiterlesen nutzen, was die Konsistenz der Daten erheblich steigert. Darüber hinaus unterstützt das Tool die Analyse und Annotation von Volltexten und erlaubt die Vernetzung unterschiedlichster Informationen sowohl auf Dokument- als auch auf Textebene. Die Verknüpfung mit Normdaten'Normdaten bilden Identifikationen und standardisierte normierte Datensätze in Form von eindeutigen Nummern, anhand derer Personen, Werke, Institutionen, Forschungsförderer, Körperschaften oder Schlagwörter eindeutig beschrieben und zuordenbar werden. Eine fälschliche oder doppelte Zuordnung entfällt durch diese normierten Daten. Insbesondere in Katalogen und Datenbanken können durch Normdaten Informationen zu bestimmten Entitäten vereinfacht herausgefunden werden, wodurch eine digitale Vernetzung und Auffindbarkeit zwischen Projekten stattfinden kann. Weiterlesen sorgt für zusätzliche Präzision und Interoperabilität, während die Anbindung an Zotero eine nahtlose Integration in bestehende bibliografische Workflows ermöglicht. Insgesamt zeigt sich das Tool als zuverlässig in der Anwendung und als wertvolle Unterstützung im Forschungsdatenmanagement.
Der Regelbetrieb ist durch das Servicezentrum eSciences der Universität Trier gesichert.
3. Ist das Tool für Digital-History-Einsteiger*innen geeignet?
| Checkliste | √ / teilweise / – |
|---|---|
| Grafische Benutzeroberfläche | √ |
| Intuitive Bedienbarkeit | √ |
| Leichter Einstieg | √ |
| Handbuch vorhanden | √ |
| Videotutorials | √ |
| Gibt es eine Nutzerbetreuung? | √ |
4. Unterstützt das Tool kollaboratives Arbeiten?
| ☒ ja | ☐ nein |
Durch individuelle Einstellungen im Rollen- und Rechtemanagement können diverse Bedürfnisse des kollaborativen Arbeiten abgedeckt werden. Freigaben einzelner Dokumente oder gesamter Bestände können auf Personen- und Projektebene individuell bestimmt werden.
5. ggf. Hinweise zur Sicherheit?
Die Daten werden auf Servern der Universität Trier (oder ggf. Server des Kunden) gespeichert. Eine verschlüsselte Datenübertragung wird gewährleistet sowie eine individuelle User-Authentifizierung.
Zitierweise
Rommelfanger, Yvonne und Kellendonk, Stefan. 2026. „FuD“. HISTOFOX. Das Informations-, Lern- und Lehrportal für Datenkompetenzen in den historisch arbeitenden Disziplinen. NFDI4Memory und Freie Universität Berlin. https://histofox.4memory-dataliteracy.de/tools/fud/
