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ToolFuD

FuD

Übersicht

FuD ist eine modulare virtuelle Forschungsumgebung für die Geistes- und Sozialwissenschaften. Sie bildet den gesamten Forschungsprozess ab, ermöglicht orts- und zeitunabhängiges kollaboratives Arbeiten und erleichtert durch ein differenziertes Rechtemanagement den Datenaustausch. FuD eignet sich gleichermaßen für große Verbünde wie für kleinere Projekte.

Methoden und Arbeitstechniken

TextanalyseTextanalyse bezeichnet die systematische Untersuchung von Texten hinsichtlich ihrer inhaltlichen, strukturellen oder stilistischen Merkmale. Je nach Fragestellung kommen dabei unterschiedliche Methoden zum Einsatz, etwa die Inhaltsanalyse, die Strukturanalyse, die stilistische Analyse oder die Parallelstellensuche. Computergestützte Verfahren ermöglichen die Anwendung dieser Methoden auch auf große Textkorpora (Borek et al 2021). Weiterlesen, AnnotationAnnotieren bezeichnet die Tätigkeit, Informationen über ein digitales Objekt explizit zu machen, indem Notizen, Metadaten, Schlüsselwörter, Tags oder Links hinzugefügt werden. Dies können erklärende Anmerkungen sein, die einen Abschnitt kommentieren oder kontextualisieren, strukturelle oder sprachliche Informationen explizit machen, mit offenen Daten verknüpfen, die die Beziehungen zwischen Objekten maschinenlesbar machen, oder allgemeine Metadaten, die das Objekt als Ganzes beschreiben. Eine spezifische Form der Annotation ist die technische Auszeichnung mittels Markup-Sprachen wie z. B. Markdown oder XML (Borek et al 2021). Weiterlesen, InhaltsanalyseDie Inhaltsanalyse bezeichnet die systematische Untersuchung von Objekten hinsichtlich ihrer inhaltlichen Bedeutung, etwa die Identifizierung von Konzepten oder bedeutungstragenden Einheiten (Borek et al 2021). Weiterlesen, NetzwerkanalyseNetzwerkanalyse bezeichnet eine Methode zur Untersuchung von Beziehungen zwischen realen oder fiktiven Akteuren oder anderen Einheiten. Solche Netzwerke können beispielsweise soziale oder akademische Online-Netzwerke, Korrespondenzsammlung oder literarische Werk sein. Das resultierende Netzwerk besteht aus Knoten (Einheiten) und Kanten (Beziehungen) (Borek et al 2021). Weiterlesen

Anwendungsbeispiele

Eine Auswahl an Projekten, die mit der Software FuD umgesetzt wurden. Diese bieten einen Überblick über diverse Anwendungsbereiche:

Eine Übersicht über alle mit FuD umgesetzten Forschungsprojekte findet sich hier.

Steckbrief

  • Systemanforderungen: Client: Windows/macOS, Server: Linux
  • Stand der Entwicklung: im Regelbetrieb
  • Herausgeber: Servicezentrum eSciences, Universität Trier
  • Lizenz: Open Source
  • Kosten: für Mitglieder der Universität Trier kostenlos, für externe kostenpflichtig (projektspezifische Angebote)
  • Weblink: fud.uni-trier.de
  • Im- und Export:
    • Import: CSV, XML
    • Export: CSV, TEITEI (Text Encoding Initiative) bezeichnet sowohl eine Organisationsiehe unter: https://tei-c.org/ als auch ein gleichnamiges Dateiformat. Letzteres basiert auf XML (Extensible Markup Language), einer weit verbreiteten Auszeichnungssprache, und hat sich in den Geisteswissenschaften als Standard zur Kodierung und Auszeichnung von Texten durchgesetzt. Mit Hilfe von TEI ist es möglich, maschinenlesbar Elemente eines Textes auszuzeichnen, wie beispielsweise Absätze oder Überschriften.Die Spezifikation von TEI - auch Guidelines genannt - kann unter https://tei-c.org/release/doc/tei-p5-doc/en/html/index.html eingesehen werden. Zudem können Inhalte wie Personen- oder Ortsnamen als solche markiert und Anmerkungen eines kritischen Apparates eingefügt werden. Im Hinblick auf das Forschungsdatenmanagement ist es vorteilhaft, dass es sich bei TEI um ein Nur-Text-Format handelt, es also auch ohne spezielle Programme von Menschen interpretiert werden kann. Weiterlesen, JSON
  • Sprachen: deutsch, englisch

Eigenschaften

1. Für welche Methoden/Arbeitsschritte kann das Tool eingesetzt werden?

FuD ist vielseitig einsetzbar für die unterschiedlichsten Projektziele und deren Workflows. Es wurden bereits Personendatenbanken aufgebaut, digitale Werkausgaben sowie Quellen- und Regesteneditionen (print und online) erstellt, Archivbestände erschlossen und kollaborativ Materialsammlungen gepflegt, Diskursanalysen durchgeführt und Netzwerke analysiert.

2. Welche Funktionalitäten bietet das Tool und wie zuverlässig ist es?

Das Tool bietet eine Vielzahl an Funktionalitäten, die eine präzise und strukturierte Arbeit ermöglichen. Zentrale Bestandteile sind anpassbare Inventarisierungsmasken, über die Metadaten flexibel und projektspezifisch erfasst werden können. Bei der Eingabe von Orten, Personen, Schlagwörtern und weiteren Entitäten lassen sich zudem einheitliche Vokabulare'Ein kontrolliertes Vokabular ist eine Sammlung von Begriffen in einem bestimmten Kontext, das nach festgelegten Regeln erstellt wird, um Eindeutigkeit zu gewährleisten. Kontrollierte Vokabulare reichen von einfachen Wortlisten wie Normdaten bis zu komplexeren strukturierten Vokabularen wie Taxonomien, Klassifikationen und Thesauri.' (Petersen et al. 2025, 7) Weiterlesen nutzen, was die Konsistenz der Daten erheblich steigert. Darüber hinaus unterstützt das Tool die Analyse und Annotation von Volltexten und erlaubt die Vernetzung unterschiedlichster Informationen sowohl auf Dokument- als auch auf Textebene. Die Verknüpfung mit Normdaten'Normdaten bilden Identifikationen und standardisierte normierte Datensätze in Form von eindeutigen Nummern, anhand derer Personen, Werke, Institutionen, Forschungsförderer, Körperschaften oder Schlagwörter eindeutig beschrieben und zuordenbar werden. Eine fälschliche oder doppelte Zuordnung entfällt durch diese normierten Daten. Insbesondere in Katalogen und Datenbanken können durch Normdaten Informationen zu bestimmten Entitäten vereinfacht herausgefunden werden, wodurch eine digitale Vernetzung und Auffindbarkeit zwischen Projekten stattfinden kann. Weiterlesen sorgt für zusätzliche Präzision und Interoperabilität, während die Anbindung an Zotero eine nahtlose Integration in bestehende bibliografische Workflows ermöglicht. Insgesamt zeigt sich das Tool als zuverlässig in der Anwendung und als wertvolle Unterstützung im Forschungsdatenmanagement.
Der Regelbetrieb ist durch das Servicezentrum eSciences der Universität Trier gesichert.

3. Ist das Tool für Digital-History-Einsteiger*innen geeignet?

Checkliste√ / teilweise / –
Grafische Benutzeroberfläche
Intuitive Bedienbarkeit
Leichter Einstieg
Handbuch vorhanden
Videotutorials
Gibt es eine Nutzerbetreuung?

4. Unterstützt das Tool kollaboratives Arbeiten?

☒  ja ☐ nein

Durch individuelle Einstellungen im Rollen- und Rechtemanagement können diverse Bedürfnisse des kollaborativen Arbeiten abgedeckt werden. Freigaben einzelner Dokumente oder gesamter Bestände können auf Personen- und Projektebene individuell bestimmt werden.

5. ggf. Hinweise zur Sicherheit?

Die Daten werden auf Servern der Universität Trier (oder ggf. Server des Kunden) gespeichert. Eine verschlüsselte Datenübertragung wird gewährleistet sowie eine individuelle User-Authentifizierung.

Tutorials

Zitierweise

Rommelfanger, Yvonne und Kellendonk, Stefan. 2026. „FuD“. HISTOFOX. Das Informations-, Lern- und Lehrportal für Datenkompetenzen in den historisch arbeitenden Disziplinen. NFDI4Memory und Freie Universität Berlin. https://histofox.4memory-dataliteracy.de/tools/fud/