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LerneinheitPersistente Identifikatoren (PIDs)

Diskussion

Digitale Objekte (Publikationen, Videos, Digitalisate, etc.) sind fester Bestandteil der (historischen) Forschungslandschaft. Gleichzeitig zeigt sich jedoch, dass langfristige Zitierfähigkeit und Auffindbarkeit (im Sinne der FAIR-Prinzipien) keine Selbstverständlichkeit ist. Persistente Identifikatoren (PIDs) bieten etablierte Lösungen an, um Objekte eindeutig zu identifizieren und unabhängig vom Speicherort aufzufinden.

Doch sollte für jedes erstellte Objekt eine PID vergeben werden?
Die Antwort ist eindeutig: Nein. Die Entscheidung für oder gegen einen PID sollte kontextabhängig getroffen werden. Zentrale Fragen sind unter anderem: 

  • Hat das Objekt eine langfristige Relevanz? 
  • Soll es von Dritten zitiert oder nachgenutzt werden? 
  • Ist die verantwortliche Institution in der Lage, die notwendigen Metadaten zu pflegen und die dauerhafte Verfügbarkeit sicherzustellen?

Sind diese Fragen mit Ja zu beantworten, ist die Vergabe eines PIDs ratsam. Dies betrifft vor allem Forschungsergebnisse wie Publikationen, Forschungsdaten und Forschungssoftware.
Dabei ist jedoch zu beachten: Ein PID allein garantiert keine dauerhafte Verfügbarkeit. Wird die dahinterstehende Infrastruktur nicht nachhaltig gepflegt, z. B. weil Metadaten veralten, Institutionen wegfallen oder Verträge mit PID-Anbietern enden, können PIDs ins Leere laufen. Die Vergabe eines PIDs ist daher immer auch eine institutionelle Verpflichtung, die langfristig Verantwortung für das referenzierte Objekt übernimmt.
Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, PIDs auch für Entitäten wie Personen, Orte oder Körperschaften anzulegen, selbst wenn kein unmittelbarer Publikationsbezug besteht – nämlich dann, wenn diese Entitäten in anderen Forschungskontexten relevant sein könnten, in Linked-Open-Data'Linked Open Data' bezeichnet strukturierte, maschinenlesbare Daten, die im Internet unter offenen Lizenzen frei zugänglich sind. Sie folgen den vier von Tim Berners-Lee formulierten Linked-Data-PrinzipienAusführlichere Informationen zu den Linked-Data-Prinzipien finden Sie unter: https://handbook.opendata.swiss/de/content/glossar/bibliothek/linked-open-data.html, wonach Ressourcen mittels URIs identifiziert und mit anderen Datensätzen verknüpft werden. Weiterlesen-Strukturen eingebunden werden sollen oder wenn ihre Verknüpfung mit anderen Forschungsdaten eine breitere Nachnutzung ermöglicht.