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LerneinheitPersistente Identifikatoren (PIDs)

Vorgehen

Der folgende Abschnitt behandelt relevante Fragen wie:

  • Woher bekomme ich einen PID?
  • Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
  • Kostet es etwas einen PID zu beantragen?

DOI und URN

Ich möchte eine DOI für mein Forschungsdatum erstellen, was muss ich tun?
Der einfachste Weg, als Forscher*in dem eigenen wissenschaftlichen Beitrag eine DOI zuzuweisen, ist die Veröffentlichung der Arbeit in einem (fachspezifischen) Repositorium. Repositorien arbeiten (vereinfacht dargestellt) mit DOI-Registrierungsagenturen zusammen und bieten beim Einstellen des eigenen Beitrags an, eine DOI zu generieren.1Einrichtungen in Deutschland können sich an die vier deutschen Mitglieder von Data Cite wenden (GESIS, TIB, ZB MED und ZBW), um eine kostenfreie DOI-Vergabe zu nutzen. Data Cite ist eine gemeinnützige Organisation, die DOIs für die Forschungsgemeinschaft bereitstellt (PID Kompetenzzentrum 2026).

Screenshot: DOI-Vergabe durch das Repositorium Zenodo, 2026, lizenziert unter CC-BY 4.0 International

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?
Als Nutzer*in müssen keine spezifischen Voraussetzungen erfüllt werden. 

Kostet es etwas eine DOI zu beantragen?
Für Einzelpersonen fallen beim Beantragen einer DOI in der Regel keine direkten Kosten an: Die Vergabe ist üblicherweise Bestandteil des jeweiligen Repositoriumsdienstes und damit in dessen Angebot integriert. Ob die Nutzung des Repositoriums selbst kostenpflichtig ist, hängt vom Anbieter ab. Viele institutionelle und fachspezifische Repositorien sind jedoch kostenlos zugänglich..

ORCiD

Woher bekomme ich eine ORCiD ?
Um eine ORCiD zu erhalten ist es notwendig sich auf der ORCiD-Plattform zu registrieren. Nach erfolgreicher Registrierung wird die 16-stellige ID automatisch generiert.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?
Zur Anmeldung wird lediglich eine gültige E-Mail-Adresse benötigt.2Gerade im wissenschaftlichen Bereich ist die Verwendung einer privaten E-Mail-Adresse bei der Registrierung sinnvoll, weil diese unabhängig vom aktuellen Arbeitgeber ist.

Kostet es etwas sich bei ORCiD anzumelden?
Nein, es fallen keine Registrierungs- bzw. Nutzungskosten für Einzelpersonen an.

ROR

Wie erstelle ich eine ROR-Kennung für meine Einrichtung?
Um die eigene Einrichtung mit einer RORROR ist ein globales, gemeinschaftlich betriebenes Register zur eindeutigen Identifizierung institutioneller Akteure in der Wissenschaft. Jedem Eintrag wird ein Persistenter Identifikator zugewiesen, der die eindeutige und dauerhafte Verknüpfung von Forschungseinrichtungen mit Forschungsergebnissen und Forschenden ermöglicht – unabhängig von Namensänderungen oder organisatorischen Umstrukturierungen – wodurch deren Auffindbarkeit und Rückverfolgbarkeit vereinfacht wird. ROR erweitert somit andere Persistente Identifikatoren um eine institutionelle Dimension und wird von Einrichtungen wie Crossref, DataCite und ORCiD unterstützt. Die ROR-Daten stehen unter einer offenen Lizenz zur freien Nachnutzung zur Verfügung und werden ebfenfalls in Publikationssystemen für Zeitschriften, Datenrepositorien und anderen Forschungsinfrastrukturen genutzt.Eine ROR-Kennung kann unter https://ror.org/registry/ kostenfrei erstellt werden. Weiterlesen-ID auszeichnen zu lassen, muss für die Aufnahme in das Register eine Anfrage an die ROR gestellt werden.3Prinzipiell kann jede Person, unabhängig, ob diese Teil der einzutragenden Einrichtung ist, eine Registrierungsanfrage stellen (Research Organization Registry (ROR) 2026). Die Angaben werden von Mitarbeiter*innen überprüft und bei erfolgreicher Registrierung wird die Kennung der Einrichtung zugesendet. Die eigene Einrichtung ist dann über die ROR-Suche auffindbar. 

Screenshot: ROR-Eintrag am Beispiel der Universität Trier, 2026, lizenziert unter CC-BY 4.0 International

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?
Um in die Datenbank der ROR aufgenommen zu werden, müssen bestimmte Bedingungen erfüllt werden. Kriterien zur Aufnahme können hier nachgelesen werden. 

Ist die Registrierung der eigenen Einrichtung mit Kosten verbunden?
Nein, für die Registrierung fallen keine Kosten an. 

GND (Personen, Körperschaften, Geografik)

Wie wird ein neuer GND-Eintrag erstellt?
Für Personen und Körperschaften können Forschende neue Einträge über das GND-Webformular der Deutschen Nationalbibliothek selbst melden. Es gibt sehr genaue Vorgaben, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, um neue Personen oder Körperschaften anlegen zu können.4Siehe hierzu die Anleitung. GND-Webformular zur Erfassung von Personen und Körperschaften in der GND https://dokumente.bsz-bw.de/frontdoor/deliver/index/docId/2526/file/Anleitung_GND-Webformular_BSZ-LABW_2022-02.pdf

Für Geografika existiert aktuell kein eigenes Webformular; hier empfiehlt es sich, die Bibliothek der eigenen Institution anzusprechen, die den Kontakt zu einem angeschlossenen Bibliotheksverbund herstellen kann oder gar selbst neue Einträge vornehmen kann.

Wie kann ein bestehender GND-Eintrag angepasst werden?
Korrekturen und Ergänzungen an bestehenden Einträgen können ebenfalls über das GND-Webformular gemeldet werden. Aber auch hier ist es ratsam, sich an die eigene Bibliothek zu wenden, die die Anpassung vermitteln oder direkt durchführen kann.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
Die Nutzung des GND-Webformulars setzt eine einmalige Registrierung sowie die Anbindung an eine GND-Agentur voraus, die die Qualitätssicherung der eingegebenen Datensätze übernimmt. Diese Aufgabe übernimmt üblicherweise die eigene Bibliothek, gegebenenfalls auch die regionale Landes- oder Universitätsbibliothek oder die Verbundredaktion eines Bibliotheksverbunds. Eine Übersicht der GND-Agenturen und ihrer Zuständigkeiten findet sich auf der GND-Netzwerk-Seite. Daher ist es ratsam, sich als Forschende*r frühzeitig an eine Bibliothek zu wenden.

Kostet es etwas einen, GND-Eintrag anlegen oder überarbeiten zu lassen?
Das Anlegen und Bearbeiten von GND-Einträgen ist kostenlos. Der eigentliche Aufwand liegt im Erlernen der zugrundeliegenden Regelwerke und der Zugangsbeschränkungen, weshalb die Kooperation mit der Institutsbibliothek sinnvoll ist.

GeoNames

Wie wird ein neuer GeoNames-Eintrag erstellt?
Neue Ortsnamen können direkt über die Bearbeitungsoberfläche auf geonames.org hinzugefügt werden: Forschende navigieren auf der Karte zur gewünschten Position, machen einen Rechtsklick und wählen im Kontextmenü die Option „Insert new name here“. Es öffnet sich ein Eingabeformular, in dem Name, Featureklasse und weitere relevante Informationen eingetragen werden.5Eine ausführliche Anleitung findet sich im Handbuch: https://www.geonames.org/manual.html Vor dem Anlegen sollte geprüft werden, ob der Eintrag bereits vorhanden ist, um Dubletten zu vermeiden.

Wie kann ein bestehender GeoNames-Eintrag angepasst werden?
Bestehende Einträge lassen sich über das Informationsfenster eines Ortsmarkers direkt bearbeiten: Grundinformationen wie Name, Bevölkerungszahl oder Höhenangaben können ergänzt werden, Koordinaten lassen sich korrigieren, und alternative Schreibweisen oder Namensvarianten in verschiedenen Sprachen können hinzugefügt werden.6Auch hierzu kann im Detail das Handbuch konsultiert werden: https://www.geonames.org/manual.html

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
Für das Bearbeiten und Anlegen von Einträgen ist ein kostenloses Nutzerkonto auf geonames.org erforderlich. GeoNames funktioniert als offene, gemeinschaftlich gepflegte Datenbank. Dennoch empfiehlt es sich, bei komplexeren Erfassungsprojekten, etwa im Rahmen von Forschungsvorhaben mit größeren Ortsdatenmengen, Expert*innen einzubeziehen, die Erfahrung mit der strukturierten Nutzung und Erstellung von geografischen Normdaten mitbringen.7Hierzu sei auf die „AG Historische Ortsdaten” verwiesen, https://ortsdaten.hypotheses.org/ 

Kostet es etwas, einen GeoNames-Eintrag anzulegen oder zu überarbeiten?
GeoNames ist eine freie Datenbank, lizenziert unter Creative Commons. Das Anlegen und Bearbeiten von Einträgen ist kostenlos und erfordert lediglich die Registrierung eines Nutzerkontos. Ähnlich wie Wikipedia basiert GeoNames auf zwei Säulen: Finanziell wird der Dienst durch Sponsoring getragen, inhaltlich lebt er vom kollektiven Wissen der weltweiten Nutzergemeinschaft, die Einträge anlegt, korrigiert und ergänzt. Die Qualität der Daten hängt damit unmittelbar davon ab, dass Forschende ihr Wissen aktiv einbringen.