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LerneinheitDatenmanagementplan

Motivation

Ein DMP kann dabei unterstützen, die Arbeit in einem Forschungsprojekt zu strukturieren. Er verschafft den Forschenden Klarheit und die Möglichkeit zur Reflexion v. a. in der Planungsphase von Forschungsprojekten, um ggf. notwendige Ressourcen für das FDM beantragen zu können. Während der Generierung von Forschungsdaten dient er als Dokumentation, um bspw. neuen Mitarbeiter*innen einen schnellen und strukturierten Einstieg in das projekteigene Datenmanagement zu geben. Nach Projektende kann er als zusätzliche Informationsquelle zu den archivierten Daten hinzugefügt werden, um die Datensammlung auch zu einem späteren Zeitpunkt noch verständlich zu machen.

Grafik: Datenmanagementplan, Anne Voigt mit CoCoMaterial, 2025, lizenziert unter CC BY-SA 4.0

Ein DMP…

  • erfordert eine detaillierte Reflexion des eigenen Umgangs mit Daten und Material. Er schafft damit einen Überblick über notwendige Aktivitäten während des Forschungsprozesses (Projektmanagement).
  • dient der Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxi'Die gute wissenschaftliche Praxis (GWP) bildet einen standardisierten Kodex, der als Regelwerk in den Leitlinien der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) verankert ist. Die Leitlinien verweisen auf die ethische Verpflichtung jedes/jeder Forschenden, verantwortungsvoll, ehrlich und respektvoll vorzugehen, auch um das allgemeine Vertrauen in Forschung und Wissenschaft zu stärken. Sie können als Orientierung im Rahmen wissenschaftlicher Arbeitsprozesse geltend gemacht werden.' (Data Affairs, Glossar) Weiterlesens (u. a. Transparenz und Nachvollziehbarkeit).
  • erleichtert die Projektplanung und insbesondere die Ressourcenplanung für das Forschungsdatenmanagement.
  • hilft dabei, Daten und Material für einen späteren Zeitpunkt und ggf. für andere Forschende interpretierbar und (nach-)nutzbar'Eine Nachnutzung, oftmals auch Sekundärnutzung genannt, befragt bereits erhobene und veröffentlichte Forschungsdatensätze erneut mit dem Ziel, andere Erkenntnisse, möglicherweise aus einer neuen oder unterschiedlichen Perspektive, zu erhalten. Die Aufbereitung von Forschungsdaten für eine Nachnutzung erfordert einen erheblich höheren Anonymisierungs-, Aufbereitungs- und Dokumentationsaufwand als die bloße Archivierung im Sinne von Datenspeicherung.' (Data Affairs, Glossar) Weiterlesen zu machen.
  • dient dazu, den Erwartungen, Anforderungen und Berichtspflichten der Förderinstitutionen'Förderinstitutionen sind all jene Einrichtungen, die wissenschaftliche Forschung finanziell fördern, also Stiftungen, Vereine oder andere Organisationen. Die meisten dieser Einrichtungen im internationalen Raum haben dabei Richtlinien für das Forschungsdatenmanagement (FDM) von Forschungsprojekten eingeführt, d. h. eine mögliche finanzielle Förderung ist an Bedingungen und Forderungen zum Umgang mit Forschungsdaten geknüpft. Zu den bekanntesten Förderinstitutionen im deutschsprachigen Raum gehören das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) selbst, die Bildungs- und Wissenschaftsministerien der Bundesländer, die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die Volkswagenstiftung oder der Österreichische Wissenschaftsfonds (FWF) sowie der Schweizer Nationalfonds (SNF).' (Data Affairs, Glossar) Weiterlesen gerecht zu werden.
  • schafft Kontinuität innerhalb des Projektes, auch bei einem Personalwechsel.
  • kann dazu dienen, rechtliche'Das Urheberrecht (UrhG) schützt bestimmte geistige Schöpfungen (Werke) und Leistungen. Unter Werke fallen Sprachwerke, Lichtbild-, Film- und Musikwerke sowie Darstellungen wissenschaftlicher oder technischer Art, wie Zeichnungen, Pläne, Karten, Skizzen, Tabellen und plastische Darstellungen (Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte 2021, §2). Die künstlerischen, wissenschaftlichen Leistungen von Personen oder die getätigte Investition gelten dagegen als schützenswerte Leistungen (Leistungsschutzrecht). Der*die Urheber*in ist berechtigt, das Werk zu veröffentlichen und zu verwerten.' (Data Affairs, Glossar) Weiterlesen Besitz- und Nutzungsfragen an den entstehenden Daten v. a. in kollaborativen Projekten festzuhalten und damit zur Rechtssicherheit beizutragen.
  • unterstützt die klare Zuweisung von Verantwortlichkeiten im Datenmanagement.